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Ueber Beziehungen zwischen dem Schmelzpunkt von Mineralien, ihrer Zonenstructur und Ausscheidungsfolge in Ergussgesteinen. Temperatur der Laven

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References

  1. 1)

    Diese Mittheilungen, Bd. XVII, pag. 97.

  2. 2)

    Diese Mittheilungen, Bd. XIII, pag. 414.

Reference

  1. 1)

    Vergl. R. Brauns, Chemische Mineralogie, pag. 68. E. Reyer, Theoretische Geologie u. andere Werke.

Reference

  1. 1)

    Das, was F. Küster (Zeitschr.f.phys. Chem. VIII, 577, 1891) für ein isolirtes geschmolzenes Gemisch isomorpher Körper gefunden hat, kann nicht für isomorphe Mischungen gelten, die sich aus einem Magma ausscheiden.

Reference

  1. 1)

    R. Brauns, Chem. Min., pag. 61.

Reference

  1. 1)

    H. Credner (Elemente der Geologie) gibt die Temperatur der Lava im Erdinnern auf 2000° an, K. v. Fritsch (Allgemeine Geologie) die Temperatur des aus dem Erdinnern dringenden Gesteins auf mehr als 1500°, W. v. Gümbel (Grundzüge der Geologie) auf 1000–2000°, E. Kayser (Allgemeine Geologie) spricht von einer sicherlich oft mehrere 1000° betragenden Temperatur der Lava, F. Pfaff (Allgemeine Geologie als exacte Wissenschaft) bezeichnet die Temperatur von 1000° als Schmelztemperatur von Basalt und Lava als viel zu niedrig, H. Reusch (Ueber Vulcanismus, deutsch v. Herrmann, hier citirt nach Günther, Lehrb. d. Geophysik I, 352) schätzt die Temperatur der hervortretenden Lava auf 2000°. Der Wahrheit näher kommen gewiss Angaben, die sich bei Bischof und Fuchs finden. G. Bischof (Lehrb. d. chem. u. phys. Geologie, Supplementband, pag. 97) beruft sich auf H. Davy, der gefunden hatte, dass ein Kupferdraht von 1/20 und ein Silberdraht von 1/30 Zoll Durchmesser, in die Lava in der Nähe ihres Ursprungs gesteckt, augenblicklich schmolzen. Da der Schmelzpunkt von Silber nach Daniell bei 978°, der von Kupfer bei 1118° liegt, glaubt Bischof als mittlere Zahl für die Schmelzhitze der Lava 1000° annehmen zu können, die Temperatur der aus der Tiefe der Canäle aufsteigenden Lava wäre jedoch viel höher. C. W. C. Fuchs (Die vulcanischen Erscheinungen der Erde, pag. 310) führt als Gewährsmann Scacchi an, der in Gemeinschaft mit Saint-Claire Deville die Temperatur der Vesuvlava vom Jahre 1855 zu bestimmen versuchte, indem er Drähte von Kupfer, Silberund Eisen von 1/2 bis 2/3 Millimeter im Durchmesser in die fliessende Lava tauchte. Nach einigen Secunden zeigten Kupfer und Eisen nur eine dünne Oxydhaut, das Silber war nur auf der Oberfläche matt geworden. Die Temperatur dieses Stromes wurde darum auf kaum 700° C. geschätzt. Gegen diese Methoden, die Temperatur der Lava zu bestimmen, ist übrigens einzuwenden, dass die Körper Silber, Kupfer, Eisen in der Lava nicht nur bei ihrem Schmelzpunkt verflüssigt werden, sondern auch weit unter ihrem Schmelzpunkt von dem Magma gelöst werden können, besonders wenn sie vorher etwa durch die Dämpfe des Magmas in Chloride oder andere Verbindungen übergeführt waren. Im allgemeinen wird also die Temperatur der Lava nach diesen Veränderungen zu hoch geschätzt werden. - In der That habeu calorimetrische Temperaturbestimmungen an Aetnalava der Eruption 1892 durch A. Bartoli am Anfang des Lavastroms in einer Tiefe von 1 Meter die höchsten Temperaturen von 1060°, 990°, 980°, 970° ergeben; in Entfernung von 2–3 Kilometer vom Ursprung gab derselbe Lavastrom um etwa 200° niedere Temperaturen (E. Rudolph, Bericht über die vulcanischen Ereignisse während des Jahres 1894. Diese Mitth., Bd. XVI, 380). (Auf diese Notiz hat mich F. Becke nach Einsendung meines Manuscriptes freundlichst aufmerksam gemacht; meine oben ausgesprochene Ansicht von der verhältnismässig niederen Temperatur der Lava findet hierin schon eine Bestätigung.)

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Brauns, R. Ueber Beziehungen zwischen dem Schmelzpunkt von Mineralien, ihrer Zonenstructur und Ausscheidungsfolge in Ergussgesteinen. Temperatur der Laven. Mineralog. und petrogr. Mitth. 17, 485–491 (1898). https://doi.org/10.1007/BF02992880

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