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Histologische Untersuchungen am Rückenmark der Tritonen

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Zusammenfassung

Die hauptsächlichsten Resultate, zu denen ich gelangt bin, sind folgende:

  1. 1.

    Die Tritonen stehen in Bezug auf die Anzahl der Mitosen den übrigen Wirbelthieren nicht nach.

  2. 2.

    Die ultraventriculären Mitosen dienen wahrscheinlich zur Vermehrung der Spongioblasten.

  3. 3.

    Meine histogenetischen Beobachtungen widersprechen der His’schen Neuroblastentheorie nicht, sondern bestätigen dieselbe.

  4. 4.

    Die Stützsabstanz der Batrachier ist zeitlebens ein einschichtiges Epithel.

  5. 5.

    Die von Freud bei Petromyzonten beschriebenen “Hinterzellen” kommen auch den Amphibien zu und weichen im Verlauf ihrer Axencylinder nur in untergeordneten Punkten von jenen ab.

  6. 6.

    Infolge der Reduction des Centralcanallumens reicht die Zahl der dasselbe umstehenden Epithelzellkerne vollständig aus; die dahin zielenden Erklärungsversuche der Mitosen durch Merk und Vignal sind also überflüssig.

  7. 7.

    Ein Theil.der als „Körner” oder „freie Kerne” in der weissen Substanz bisher beschriebenen Gebilde sind Ganglienzellen mit nachweisbarem Axencylinder.

  8. 8.

    Der bisher als Schluss des Medullarrohres bezeichnete Vorgang ist nur der erste Act des Rückenmarkschlusses, welchererst mit dem Schlusse des Centralcanals sein Ende findet. Ursache dieses Rückenmarkschlusses ist die Auswanderung der Neuroblasten nach der Peripherie der grauen Substanz und die damit verbundene Oberflächenspannung, deren Wirkung durch die Lockerung des Centralcanalepithels verstärkt wird.

  9. 9.

    Die grössten Ganglienzellen sind auch zeitlich die ersten.

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Literatur

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Burckhardt, K.R. Histologische Untersuchungen am Rückenmark der Tritonen. Archiv f. mikrosk. Anatomie 34, 131–156 (1889). https://doi.org/10.1007/BF02956099

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