Einige Erfahrungen mit der Berieselung von Nadelrundholz

  • Hertha von Aufsess
  • H. von Pechmann
  • P. Lippemeier
Abhandlungen

Zusammenfassung

Nicht entrindetes Fichtenrundholz, das probeweise zwei Jahre lang durch künstliche Beregnung während der warmen Jahreszeit feucht gehalten worden war, wurde teils im darauffolgenden Frühjahr und der Rest im folgenden Sommer eingeschnitten und dabei auf Schäden bzw. Veränderungen der Holzeigenschaften untersucht. Ähnlich wie bei der Wasserlagerung hatten die Stämme bis zum Frühjahr nach der Berieselung keine Feuchtigkeit verloren, sondern mitunter sogar noch Wasser aufgenommen, waren dann aber bis zum Sommer stark ausgetrocknet. Die Schnittware war, abgesehen von einigen mehr oder weniger intensiven Verfärbungen durch Bläuepilze im äußeren Splintholzbereich, einwandfrei. Allerdings war wie bei wassergelagerten Hölzern immer eine 1 bis 2 cm breite Zone von der Rinde her durch oxydierte eingewaschene Rindengerbstoffe braun verfärbt, doch war dadurch die Schnittholzqualität nicht beeinträchtigt. In diesem Bereich konnte auch stets ein starker Bakterienbefall nachgewiesen werden, der sich durch einen unangenehmen Geruch bemerkbar machte. Die Auswirkungen der Berieselung auf die Qualität von Nadelrundholz sind also etwa die gleichen wie bei der Wasserlagerung.

Some experience with sprinkling of softwood timber

Summary

Unbarked spruce timber which had been kept wet on trial by sprinkling from March to November during two years, was partly cut in the next spring and the rest in the next summer. The sawn timber was checked as to damages or changes of the wood properties. Corresponding to water storage the moisture content of the logs did not change remarkably during sprinkling but the timber rapidly dried when watering was finished. The quality of the sawn timber was not deteriorated apart from some more or less intensive discolourations by blue staining fungi in the exterior parts of the sapwood. From the economic point of view, they have as little effect as the red-brown discolourations in the same sapwood parts of all stems in consequence of the oxydation of tannin penetrating from the bark. In these discoloured areas bacteria always were present which could be noticed by a bad odour.

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Copyright information

© Verlag Paul Parey 1974

Authors and Affiliations

  • Hertha von Aufsess
    • 1
  • H. von Pechmann
    • 1
  • P. Lippemeier
    • 1
  1. 1.Institut für Holzkunde und Forstnutzung der Forstlichen Forschungsanstalt München8 München 40

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