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Untersuchungen der Behaglichkeit des Raumklimas bei Deckenheizung

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Zusammenfassung

Es wird über Versuche in einem Raum mit warmwasserbeheizter Betondecke berichtet, aus denen sich folgende klimatechnische und klimaphysiologische Besonderheiten der Deckenheizung gegenüber der Radiatorenheizung ableiten lassen:

Bei angenehmer Temperierung des Versuchsraumes bestand bei beiden Heizungsarten im wesentlichen ein vertikales Lufttemperaturgefälle, das bei Radiatorenheizung von der Decke bis zum Boden ziemlich gleich ist, während es bei Deckenbeheizung mit der Höhe über dem Boden steiler wird.

Bei Radiatorenbeheizung waren die Wände, der Boden und die ihnen anliegenden Luftschichten bis zu 5 ° kälter, bei Deckenbeheizung dagegen bis zu 2 ° wärmer als die Luft in Raummitte.

Unter näher beschriebenen Versuchsbedingungen wurde das Klima im Raum von der überwiegenden Zahl einer größeren Gruppe von Vp. dann als angenehm bezeichnet, wenn die Lufttemperatur bei nicht geheizter Decke etwa zwischen 19 und 23 °C lag. Bei einer mittleren Strahlungstemperatur der Decke von 37 ° wurden schon Lufttemperaturen zwischen 18 und 22 ° als „angenehm warm” empfunden. Höhere Deckentemperaturen führten bei einer zunehmenden Anzahl der Vp. in zunehmendem Maße zu unangenehmen Erscheinungen am Kopf. Die Empfindungen, die die Vp. nach 5–10 min langem Aufenthalt in dem deckenbeheizten Raum hatten, änderten sich im Laufe einiger Stunden nicht. Die Behaglichkeitsgrenzen in Abhängigkeit von der Luft- und Deckentemperatur wurden in ein Diagramm gebracht.

Die Deckenheizung ist im physiologischen Sinne keine Strahlungsheizung, da es praktisch nicht möglich ist, ein Zuviel der Wärmeabgabe des Menschen an die kalte Luft durch ein Mehr an Deckenstrahlung zu kompensieren. Sie ist im wesentlichen eine „Luftheizung” von der Decke her.

Die Beziehungen zwischen der Behaglichkeitsgrenze bei Deckenheizung und dem Abstand der beheizten Rohre, der Heizwassertemperatur und der Raumhöhe wurden in einem Diagramm dargestellt.

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Wenzel, H.-., Müller, E.A. Untersuchungen der Behaglichkeit des Raumklimas bei Deckenheizung. Int. Z. Angew. Physiol. Einschl. Arbeitsphysiol. 16, 335–355 (1957). https://doi.org/10.1007/BF00697675

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