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Hauttemperatur und Leistungsfähigkeit in Extremitäten bei dynamischer Arbeit

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Zusammenfassung

Es wurde der Einfluß des Eintauchens des Beines bis über das Knie in Wasser mit Temperaturen zwischen 10–40 °C auf die Ermüdung und Erholung dynamischer Arbeit der Wadenmuskeln bei 2 Vp. untersucht. Die Versuche führten zu folgenden Ergebnissen: Je kälter die Haut während der Arbeit ist, desto länger ist die maximale Arbeitszeit bei gleicher Leistung und desto niedriger ist die Pulsfrequenz während und nach gleicher Arbeit. Das gilt nicht nur für Abkühlung oder Erwärmung der Haut während der Arbeit, sondern auch vor und nach der Arbeit. Der Puls kehrt in der Erholung um so rascher zum Ruhewert zurück, je kälter die Haut in der Erholungszeit ist. Durch Abkühlung der Haut in den Arbeitspausen wird der Erholungswert der Pausen verbessert.

Da am abgebundenen Bein ein Einfluß der Hauttemperatur auf Ausdauer und Erholungsgeschwindigkeit fehlten, wird dieser Einfluß durch Verschiebung des Blutstromes von der Haut in die Muskeln erklärt. Diese Verschiebung ist nur möglich, wenn Haut und Muskeln den größten Teil der Blutzufuhr einer gemeinsamen Hauptarterie beanspruchen. Zwischen Hauttemperatur des rechten Unterschenkels und Leistung der Wadenmuskulatur des linken Unterschenkels fehlte eine gegenseitige Beeinflussung. Taucht man ein Bein einige Zeit in kaltes Wasser und nimmt es dann heraus, so vermag sich für 47 sec eine reaktive Hyperämie der Haut gegen die Kältekonstriktion durchzusetzen. Entsprechend ist etwa 47 sec lang die Leistungsfähigkeit der Wadenmuskeln erniedrigt, dann erhöht.

Unter anaeroben Bedingungen hat die Erwärmung oder Abkühlung einer Extremität keinen Einfluß auf die Leistungsfähigkeit für dynamische Arbeit.

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Literatur

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Nukada, A., Müller, E.A. Hauttemperatur und Leistungsfähigkeit in Extremitäten bei dynamischer Arbeit. Int. Z. Angew. Physiol. Einschl. Arbeitsphysiol. 16, 61–73 (1955). https://doi.org/10.1007/BF00696822

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