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Über Eigenerregungen der Netzhaut

  • Johannes Ohm
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Zusammenfassung

Hier sind Eigenerregungen der Netzhaut beschrieben, die nach längerer Verdunkelung der Netzhaut entstehen und auf ihrem Höhepunkt zu völliger Erblindung des Netzhautzentrums für mäßige Lichterregungen, die sonst gut wahrgenommen werden, führen. Einige von ihnen erstrecken sich über ein Gebiet von 20° und in Form der Kassetten wahrscheinlich über 40–60°. Sie werden erklärt durch die Abnahme der normalen Frequenz der Netzhautoscillationen und Vergrößerung ihrer Amplitude. Bemerkenswert ist, daß in gewissen Stadien der Verdunkelung ohne objektive Lichterregung die Farben Schwarz und Rot in kräftiger, Gelb und Grün in geringer Ausbildung zustande kommen. Dazu kann im Eigenlicht auch noch Bläulich treten.

Hiermit sind Unterlagen zur Erklärung des Augenzitterns der Bergleute, der Dunkeltiere und der, was nur kurz bemerkt wird, Totalfarbenblinden gewonnen.

Diese Eigenerregungen müssen berücksichtigt werden bei der klinischen Verwendung des optokinetischen Nystagmus zwecks objektiver Prüfung der Dunkeladaptation und der zentralen Sehschärfe.

Es sind auch Beobachtungen gemacht, die auf eine erhebliche Zunahme der Zapfenempfindlichkeit im Dunkeln hinweisen, die aber von sehr kurzer Dauer ist.

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Literatur

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Copyright information

© Springer-Verlag 1956

Authors and Affiliations

  • Johannes Ohm
    • 1
  1. 1.Bottrop/Westfalen

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