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Die Jodverteilung im Kaninchenauge nach oraler, percutaner und lokaler Applikation

Zusammenfassung

Es wurde dieJodaufnahme und Verteilung in den verschiedenen Augenabschnitten des Kaninchens nach Trinken, Baden und Besprühen der Hornhaut mittels radioaktiv markierten Jodlösungen untersucht. Gleichzeitig wurden die Gewichte der einzelnen Abschnitte im feuchten Zustand festgestellt. An Hand dieser Werte wurde bei angenommener gleichmäßiger Verteilung in allen Augengeweben ein Aktivitätssollwert errechnet. Der prozentuelle Anteil der tatsächlich gemessenen Aktivität, verglichen mit diesem Sollwert, erlaubte, Schlüsse über dasJodaufnahmevermögen zu ziehen. Es läßt sich erkennen, daß bei allen 3 Applikationsarten alle Augengewebe Jod aufnehmen, wobeiOpticus, Linse und Glaskörper an letzter Stelle stehen.Hohe Werte finden sich in der Sklera, Hornhaut, Kammerwasser und Chorioidea, aber auch die vordere Uvea und Netzhaut nehmen erhebliche Jodmengen auf.Die größten Jodmengen fanden sich bei unseren Untersuchungenbeim Trinken und Besprühen. Bei Ausschaltung der respiratorischen Jodaufnahme kommt dem Baden nur untergeordnete Bedeutung zu.

Unterschiedliche Befunde zu anderen Autoren lassen sich teils aus der Verschiedenheit der Versuchstiere, teils aus der Verschiedenheit der Präparation erklären.

Aus den Ergebnissen der Untersuchungen geht zusammenfassend hervor, daß durch die 3 untersuchten Applikationsarten eine therapeutische Beeinflussung aller Augengewebe zu erwarten ist.

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Trichtel, F. Die Jodverteilung im Kaninchenauge nach oraler, percutaner und lokaler Applikation. Albrecht v. Graefes Arch. Ophthal. 157, 149–157 (1955). https://doi.org/10.1007/BF00682521

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