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Grundlegende Betrachtungen zur Ophthalmometrie

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Zusammenfassung

  1. 1.

    Die bisher bekanntgewordenen Ophthalmometerprinzipien werden einer kritischen Betrachtung unterzogen. Dabei werden zunächst zwei grundsätzlich verschiedene Meßverfahren, nämlich die Einbildverfahren und die Koinzidenzverfahren, einander gegenübergestellt.

  2. 2.

    Die Einbildverfahren sind zur praktischen Ophthalmometrie ungeeignet, und zwar nicht so sehr deshalb, weil der Meßvorgang durch die physiologische Bewegungsunruhe der zu messenden Augen beeinträchtigt wird, wie man bisher allein annahm, sondern vor allem, weil alle Einbildverfahren nicht als objektiv anzusprechen sind, da in das Meßresultat die Eigenschaften des Beobachterauges, nämlich sein Akkommodationszustand und sein Astigmatismus, in beträchtlichem Maße eingehen.

  3. 3.

    Die Koinzidenzverfahren (Javal-Schiötz, Sutcliffe, Hartinger, Helmholtz) werden hinsichtlich ihrer Entfernungsabhängigkeit und der Art der Pupillenteilung diskutiert. Beiden Gesichtspunkten ist bisher die ihnen zukommende Bedeutung nicht beigemessen worden, obwohl sie Meßfehler zur Folge haben, die manchmal unerwartet hohe Beträge erreichen und die sich in jedem der bekannten Ophthalmometer leicht demonstrieren lassen. Lediglich das Helmholtz-Ophthalmometer ist überraschenderweise frei von Entfernungsfehlern.

  4. 4.

    Die vorliegende kritische Analyse zeigt auf, welchen Anforderungen ein einwandfrei arbeitendes Ophthalmometer genügen muß. Über einige neue Ophthalmometerprinzipien, welche diesen Anforderungen genügen, soll in einer folgenden Arbeit berichtet werden.

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Littmann, H. Grundlegende Betrachtungen zur Ophthalmometrie. Albrecht v. Graefes Arch. Ophthal. 151, 249–274 (1951). https://doi.org/10.1007/BF00680846

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