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Über den Einfluß von Barbituraten, Thiobarbituraten und Barbitursäure auf celluläre Potentiale und Kontraktionen des Meerschweinchenvorhofes

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Zusammenfassung

An elektrisch gereizten Meerschweinchen-Vorhöfen wurde der Einfluß von Hexobarbital, Pentobarbital, Thiopental, Methitural und Barbitursäure auf die cellulären Potentiale und das Mechanogramm vergleichend untersucht. Beiniedrigen Konzentrationen (bei Methitural ab 7 · 10−6 g/ml) verursachen alle Barbiturate und Thiobarbiturate zunächst eine Verlängerung der 90% igen Repolarisationszeit (RZ), bei hohen Konzentrationen (bei Methitural ab 3 · 10−5 g/ml) eine zunehmende Verkürzung der 20%-, 50%- und 90%-RZ. Bei sehr hohen Konzentrationen (bei den Thiobarbituraten ab 8 · 10−5) der Narkotica werden Ruhe- und Umkehrpotential vermindert. Thiobarbiturate bewirken im Vergleich zu Barbituraten eine sehr viel stärkere Zunahme der „Latenzzeit“; Rhythmusstörungen des Vorhofs wurden nur bei Einwirkung von Thiobarbituraten gesehen.

Barbitursäure verursacht nur bei hohen Konzentrationen (4 · 10−4) eine Verlängerung aller Phasen der Repolarisation.

In einem bei Narkosen vorkommenden Konzentrationsbereich (ab 5 · 10−5) besitzen die Barbiturate geringere „kardiotoxische“ Eigenschaften als die Thiobarbiturate.

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Abbreviations

AP:

Aktionspotential

RP:

Ruhepotential = Membranpotential

UP:

Umkehrpotential = „Überschuß“

20%-RZ:

20%ige Repolarisationszeit

50%-RZ:

50%ige Repolarisationszeit

90%-RZ:

90%ige Repolarisationszeit

Literatur

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Ein Teil der Ergebnisse wurde auf der Zweiten Frühjahrstagung der Deutschen Pharmakologischen Gesellschaft in Mainz vorgetragen [J. P. Klärner: Naunyn-Schmiedeberg's Arch. exp. Path. Pharmak. 241, 531 (1961)].

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Klärner, P. Über den Einfluß von Barbituraten, Thiobarbituraten und Barbitursäure auf celluläre Potentiale und Kontraktionen des Meerschweinchenvorhofes. Naunyn - Schmiedebergs Arch 243, 269–278 (1962). https://doi.org/10.1007/BF00247139

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