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Zur morphologischen Differenzierung der Hämolyse durch Bienengift, Schlangengift, Lysocithin und Digitonin

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Zusammenfassung

Die Veränderungen von Erythrocyten unter dem Einfluß von Bienengift, dessen Fraktion I, Lysocithin und Schlangengift werden licht- und elektronenoptisch untersucht und mit den durch Hypotonie und Digitonin erzeugten verglichen.

Bienengift sowie die daraus gewonnene Fraktion I führt bei Konzentrationen von 1:10000 zu starker, bei 1:40000 zu schwächerer Schrumpfung und netzartiger Strukturierung des Schattens. Kernhaltige Erythrocyten (Frosch) werden in analoger Weise verändert. Schnitte durch Erythrocyten nach Behandlung mit Bienengift 1:10000 zeigen, daß das Netz auf die Wand des Erythrocyten beschränkt ist. Bei einer Konzentration von 1:100000 treten fleckförmige Verdickungen des Erythrocytenstromas auf. Lysocithin 1:10000 und 1:20000 löst die Erythrocytenschatten auf, 1:40000 und 1:80000 führt zu Schrumpfung und partieller Stromatolyse, 1:160000 ergibt keine eindeutigen Veränderungen. Am Froscherythrocyten vermindert Lysocithin 1:10000 auch die Stabilität des Zellkerns.

Naia nigricollis-Gift erzeugt ebenfalls in Konzentrationen 1:2000 und 1:20000 Verdickungen und netzartige Strukturierung des Erythrocytenschattens, aber nur unbedeutende Schrumpfung der Membran.

Zusammenhänge zwischen Morphologie und Mechanismus der genannten Hämolysen werden besprochen.

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Habermann, E., Mölbert, E. Zur morphologischen Differenzierung der Hämolyse durch Bienengift, Schlangengift, Lysocithin und Digitonin. Naunyn - Schmiedebergs Arch 223, 203–216 (1954). https://doi.org/10.1007/BF00246992

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