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Erkennung einer Alkoholintoxikation aus dem Alkoholgehalt der Atemluft

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Zusammenfassung

1. Es wird die Beeinflussung der Atemalkoholkurve durch Mundalkohol untersucht. Zur Vermeidung von Fehlern durch Mundalkohol hat sich mehrmaliges Spülen des Mundes und Abwarten von mindestens 15 min nach der letzten Alkoholzufuhr als notwendig erwiesen. Daß diese Vorsichtsmaßregel praktisch ausreichend ist, konnte in einem Trinkversuch gezeigt werden, bei dem der Alkohol per Magensonde zugeführt wurde.

2. Nach Erbrechen ist es ebenfalls angezeigt, den Mund vor der weiteren Bestimmung zu spülen und 15 min bis zur nächsten Bestimmung zu warten, da durch den Brechakt erneut Alkohol in den Mund gelangen kann.

3. Acetaldehyd vermag beim Herausblasen aus einer gleichkonzentrierten Lösung Permanganat 8–10mal schneller zu entfärben als Alkohol. Es wird daraufhin die Möglichkeit diskutiert, ob nicht ein Teil des vom Reagens ermittelten „Alkohols“ bereits endogen entstandener Acetaldehyd ist, wodurch auch die Tatsache, daß Unterschiede im Alkohol-Gehalt der Alveolarluft und der gewöhnlichen Ausatmungsluft nicht faßbar sind, eine zumindest teilweise Erklärung finden würde, da der Acetaldehyd bei Körpertemperatur bereits 15° oberhalb seines Siedepunktes liegt.

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Literatur

  1. Seifert, P., u. H. Günther: Arch. exper. Path. u. Pharmakol. 213, 37 (1951).

  2. Seifert, P.: Arch. exper. Path. u. Pharmakol. 214, 427 (1952).

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Seifert, P. Erkennung einer Alkoholintoxikation aus dem Alkoholgehalt der Atemluft. Naunyn - Schmiedebergs Arch 216, 558–562 (1952). https://doi.org/10.1007/BF00246698

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